So... Nun liegen drei sonnige Tage mit Sanitätsdiensten hinter mir. Kurz zusammengefasst waren das zwei Tage Fahrturnier auf einem Reiterhof und an allen drei Tagen Deutschlandfest in Bonn.
Am Samstag war ich mit einem KTW und einer DRK-Kollegin auf einem Fahrturnier. Was ist ein Fahrturnier werden sich nun wohl einige Leute fragen!? Das ist ganz einfach... das ist sozusagen ein Reitturnier mit Wagen. Die fahren dann mit ihren Pferdewagen Dressur oder Geschicklichkeitssachen. Also zwischen Kegeln durch oder auch mit Aufgaben für den Beifahrer, der dann z.B. Sackhüpfen oder andere Geschicklichkeitsaufgaben erledigen muss. Das war so erstmal recht interessant, wenn auch Sanitätstechnisch nichts zu tun war. Aber so konnte man wenigstens in aller Ruhe in der Sonne sitzen und mal etwas entspannen.
Direkt danach ging es dann nach Bonn zum NRW-Tag/Deutschlandtag. Die erste Schwierigkeit war erstmal überhaupt nach Bonn rein zu kommen. Die Innenstadt war ja komplett gesperrt. Die erste Sperre des THW konnten wir noch überwinden, aber an der zweiten sind wir dann gescheitert. Vermutlich, weil wir den Fehler gemacht haben nicht mit dem KTW, sondern mit einem Privatauto nach Bonn zu fahren. So haben wir dann erst einmal geparkt und sind zu Fuß zur Unfallhilfsstelle gelaufen. Dort angekommen haben wir dann den Rest des Abends entspannt nichts zu tun gehabt. Also gegen Mitternacht wieder nach Hause.
Nach einer kurzen Nacht ging es dann zum zweiten Tag Fahrturnier. Diesmal sogar mit einem kleinen Zwischenfall. Ein Mädchen war hingefallen und hatte dadurch wohl ein Pferd erschreckt, dass ihr dann auf den Kopf getreten hat. Sie hatte eine ca. 1,5cm lange Kopfplatzwunde, die von Arzt vor Ort vernäht wurde. Der Rest des Tages verlief wie zu erwarten war ruhig und sonnig.
Da wir ja aus den Problemen des vorherigen Tages gelernt hatte sind wir diesmal mit dem KTW nach Bonn gefahren und konnten so auch alle Straßensperren ohne weitere Probleme passieren. Aber der Sonntag sollte dann nicht so ruhig werden. Ich wurde nämlich im EVT, also Erstversorgungstrupp, eingesetzt und da gab es dann sogar einen kleinen Einsatz. Ein älterer Herr mit bekannter Herzerkrankung und dem vollen Programm an Medikamenten hatte wieder Herzprobleme. Parallel zu uns wurde direkt auch ein RTW alarmiert, der auch kurz nach uns eintraf, so dass wir nur zu Anamnese und Blutdruckmessung kamen. Der Patient wurde dann also an den RTW übergeben und wir sind wieder zurück zur UHS. Der Rest des Abends war dann wieder ruhig.
Am letzten Tag war dann noch einmal etwas mehr zu tun. Wieder im EVT eingeteilt haben wir zuerst unser EVT-Material (Handy und Melder)bei der Unterabschnittsleitung abgeholt und danach kurz die Unfallhilfsstelle der Malteser besetzt bis die vor Ort waren. Denen haben wir dann auch noch beim Ausladen des Autos geholfen. Als die ihren EVT dann einsatzbereit hatten sind wir wieder zu unserer UHS zurück um dort die Stellung zu halten.
War ein recht ruhiger Tag mit nur zwei Einsätzen für das EVT. Zum einen eine hilflose Person auf einer Wiese, die wir überzeugt haben mitzukommen um die Wunden an den Füßen mal untersuchen zu lassen. Er hatte nämlich keine Schuhe an, sondern nur ein paar Mullbinden als Schuhersatz um die Füße gewickelt. Also haben wir ihn per Trage zur UHS gebracht, wo er dann später meinte er wolle sich freiwillig einweisen lassen. Also wurde ein KTW besorgt, der ihn dann gefahren hat.
Der zweite Einsatz war ein besoffenes Paar, die bei Passanten Aufmerksamkeit erregt hatten durch das hilflose Aussehen der Frau, die so halb in einem Busch saß. Die ließen sich einfach nicht überzeugen mitzukommen und haben dann nach einiger Diskussion das Formular für die Behandlungs- und Transportverweigerung unterschrieben. Ansonsten war alles ruhig.
Später haben wir dann noch geholfen die Zelte abzubauen und konnten dann nach Hause.
So als Fazit würde ich sagen, dass es ein interessantes Wochenende war. Zum einen war ich noch nie auf einem Reitturnier und mal die Pferdewagen und so zu sehen war interessant. Und zum anderen haben ich noch gemerkt wo ich unbedingt etwas dran tun muss. Das wäre nämlich die Soziale Kompetenz. Wäre ich z.B. alleine bei den beiden besoffenen gewesen oder mit jemandem wie mir, dann wäre ich mit der Situation etwas überfordert gewesen. So war es interessant zu sehen wie die anderen das handhaben und ich war recht froh, dass ich einfach nur die Klamotten tragen konnte. Ist halt die Frage wie man so etwas lernen kann... Vermutlich am einfachsten durch praktische Tätigkeit mit Feedback. Also mal schauen, was die nächsten Dienste so ergeben.
Ein Blog über die Erfahrungen eines Systemadministrators als ehrenamtlicher Helfer beim DRK
Dienstag, 4. Oktober 2011
Drei sonnige Tage
um
09:51
So... Nun liegen drei sonnige Tage mit Sanitätsdiensten hinter mir. Kurz zusammengefasst waren das zwei Tage Fahrturnier auf einem Reiterhof und an allen drei Tagen Deutschlandfest in Bonn.
Am Samstag war ich mit einem KTW und einer DRK-Kollegin auf einem Fahrturnier. Was ist ein Fahrturnier werden sich nun wohl einige Leute fragen!? Das ist ganz einfach... das ist sozusagen ein Reitturnier mit Wagen. Die fahren dann mit ihren Pferdewagen Dressur oder Geschicklichkeitssachen. Also zwischen Kegeln durch oder auch mit Aufgaben für den Beifahrer, der dann z.B. Sackhüpfen oder andere Geschicklichkeitsaufgaben erledigen muss. Das war so erstmal recht interessant, wenn auch Sanitätstechnisch nichts zu tun war. Aber so konnte man wenigstens in aller Ruhe in der Sonne sitzen und mal etwas entspannen.
Direkt danach ging es dann nach Bonn zum NRW-Tag/Deutschlandtag. Die erste Schwierigkeit war erstmal überhaupt nach Bonn rein zu kommen. Die Innenstadt war ja komplett gesperrt. Die erste Sperre des THW konnten wir noch überwinden, aber an der zweiten sind wir dann gescheitert. Vermutlich, weil wir den Fehler gemacht haben nicht mit dem KTW, sondern mit einem Privatauto nach Bonn zu fahren. So haben wir dann erst einmal geparkt und sind zu Fuß zur Unfallhilfsstelle gelaufen. Dort angekommen haben wir dann den Rest des Abends entspannt nichts zu tun gehabt. Also gegen Mitternacht wieder nach Hause.
Nach einer kurzen Nacht ging es dann zum zweiten Tag Fahrturnier. Diesmal sogar mit einem kleinen Zwischenfall. Ein Mädchen war hingefallen und hatte dadurch wohl ein Pferd erschreckt, dass ihr dann auf den Kopf getreten hat. Sie hatte eine ca. 1,5cm lange Kopfplatzwunde, die von Arzt vor Ort vernäht wurde. Der Rest des Tages verlief wie zu erwarten war ruhig und sonnig.
Da wir ja aus den Problemen des vorherigen Tages gelernt hatte sind wir diesmal mit dem KTW nach Bonn gefahren und konnten so auch alle Straßensperren ohne weitere Probleme passieren. Aber der Sonntag sollte dann nicht so ruhig werden. Ich wurde nämlich im EVT, also Erstversorgungstrupp, eingesetzt und da gab es dann sogar einen kleinen Einsatz. Ein älterer Herr mit bekannter Herzerkrankung und dem vollen Programm an Medikamenten hatte wieder Herzprobleme. Parallel zu uns wurde direkt auch ein RTW alarmiert, der auch kurz nach uns eintraf, so dass wir nur zu Anamnese und Blutdruckmessung kamen. Der Patient wurde dann also an den RTW übergeben und wir sind wieder zurück zur UHS. Der Rest des Abends war dann wieder ruhig.
Am letzten Tag war dann noch einmal etwas mehr zu tun. Wieder im EVT eingeteilt haben wir zuerst unser EVT-Material (Handy und Melder)bei der Unterabschnittsleitung abgeholt und danach kurz die Unfallhilfsstelle der Malteser besetzt bis die vor Ort waren. Denen haben wir dann auch noch beim Ausladen des Autos geholfen. Als die ihren EVT dann einsatzbereit hatten sind wir wieder zu unserer UHS zurück um dort die Stellung zu halten.
War ein recht ruhiger Tag mit nur zwei Einsätzen für das EVT. Zum einen eine hilflose Person auf einer Wiese, die wir überzeugt haben mitzukommen um die Wunden an den Füßen mal untersuchen zu lassen. Er hatte nämlich keine Schuhe an, sondern nur ein paar Mullbinden als Schuhersatz um die Füße gewickelt. Also haben wir ihn per Trage zur UHS gebracht, wo er dann später meinte er wolle sich freiwillig einweisen lassen. Also wurde ein KTW besorgt, der ihn dann gefahren hat.
Der zweite Einsatz war ein besoffenes Paar, die bei Passanten Aufmerksamkeit erregt hatten durch das hilflose Aussehen der Frau, die so halb in einem Busch saß. Die ließen sich einfach nicht überzeugen mitzukommen und haben dann nach einiger Diskussion das Formular für die Behandlungs- und Transportverweigerung unterschrieben. Ansonsten war alles ruhig.
Später haben wir dann noch geholfen die Zelte abzubauen und konnten dann nach Hause.
So als Fazit würde ich sagen, dass es ein interessantes Wochenende war. Zum einen war ich noch nie auf einem Reitturnier und mal die Pferdewagen und so zu sehen war interessant. Und zum anderen haben ich noch gemerkt wo ich unbedingt etwas dran tun muss. Das wäre nämlich die Soziale Kompetenz. Wäre ich z.B. alleine bei den beiden besoffenen gewesen oder mit jemandem wie mir, dann wäre ich mit der Situation etwas überfordert gewesen. So war es interessant zu sehen wie die anderen das handhaben und ich war recht froh, dass ich einfach nur die Klamotten tragen konnte. Ist halt die Frage wie man so etwas lernen kann... Vermutlich am einfachsten durch praktische Tätigkeit mit Feedback. Also mal schauen, was die nächsten Dienste so ergeben.
Am Samstag war ich mit einem KTW und einer DRK-Kollegin auf einem Fahrturnier. Was ist ein Fahrturnier werden sich nun wohl einige Leute fragen!? Das ist ganz einfach... das ist sozusagen ein Reitturnier mit Wagen. Die fahren dann mit ihren Pferdewagen Dressur oder Geschicklichkeitssachen. Also zwischen Kegeln durch oder auch mit Aufgaben für den Beifahrer, der dann z.B. Sackhüpfen oder andere Geschicklichkeitsaufgaben erledigen muss. Das war so erstmal recht interessant, wenn auch Sanitätstechnisch nichts zu tun war. Aber so konnte man wenigstens in aller Ruhe in der Sonne sitzen und mal etwas entspannen.
Direkt danach ging es dann nach Bonn zum NRW-Tag/Deutschlandtag. Die erste Schwierigkeit war erstmal überhaupt nach Bonn rein zu kommen. Die Innenstadt war ja komplett gesperrt. Die erste Sperre des THW konnten wir noch überwinden, aber an der zweiten sind wir dann gescheitert. Vermutlich, weil wir den Fehler gemacht haben nicht mit dem KTW, sondern mit einem Privatauto nach Bonn zu fahren. So haben wir dann erst einmal geparkt und sind zu Fuß zur Unfallhilfsstelle gelaufen. Dort angekommen haben wir dann den Rest des Abends entspannt nichts zu tun gehabt. Also gegen Mitternacht wieder nach Hause.
Nach einer kurzen Nacht ging es dann zum zweiten Tag Fahrturnier. Diesmal sogar mit einem kleinen Zwischenfall. Ein Mädchen war hingefallen und hatte dadurch wohl ein Pferd erschreckt, dass ihr dann auf den Kopf getreten hat. Sie hatte eine ca. 1,5cm lange Kopfplatzwunde, die von Arzt vor Ort vernäht wurde. Der Rest des Tages verlief wie zu erwarten war ruhig und sonnig.
Da wir ja aus den Problemen des vorherigen Tages gelernt hatte sind wir diesmal mit dem KTW nach Bonn gefahren und konnten so auch alle Straßensperren ohne weitere Probleme passieren. Aber der Sonntag sollte dann nicht so ruhig werden. Ich wurde nämlich im EVT, also Erstversorgungstrupp, eingesetzt und da gab es dann sogar einen kleinen Einsatz. Ein älterer Herr mit bekannter Herzerkrankung und dem vollen Programm an Medikamenten hatte wieder Herzprobleme. Parallel zu uns wurde direkt auch ein RTW alarmiert, der auch kurz nach uns eintraf, so dass wir nur zu Anamnese und Blutdruckmessung kamen. Der Patient wurde dann also an den RTW übergeben und wir sind wieder zurück zur UHS. Der Rest des Abends war dann wieder ruhig.
Am letzten Tag war dann noch einmal etwas mehr zu tun. Wieder im EVT eingeteilt haben wir zuerst unser EVT-Material (Handy und Melder)bei der Unterabschnittsleitung abgeholt und danach kurz die Unfallhilfsstelle der Malteser besetzt bis die vor Ort waren. Denen haben wir dann auch noch beim Ausladen des Autos geholfen. Als die ihren EVT dann einsatzbereit hatten sind wir wieder zu unserer UHS zurück um dort die Stellung zu halten.
War ein recht ruhiger Tag mit nur zwei Einsätzen für das EVT. Zum einen eine hilflose Person auf einer Wiese, die wir überzeugt haben mitzukommen um die Wunden an den Füßen mal untersuchen zu lassen. Er hatte nämlich keine Schuhe an, sondern nur ein paar Mullbinden als Schuhersatz um die Füße gewickelt. Also haben wir ihn per Trage zur UHS gebracht, wo er dann später meinte er wolle sich freiwillig einweisen lassen. Also wurde ein KTW besorgt, der ihn dann gefahren hat.
Der zweite Einsatz war ein besoffenes Paar, die bei Passanten Aufmerksamkeit erregt hatten durch das hilflose Aussehen der Frau, die so halb in einem Busch saß. Die ließen sich einfach nicht überzeugen mitzukommen und haben dann nach einiger Diskussion das Formular für die Behandlungs- und Transportverweigerung unterschrieben. Ansonsten war alles ruhig.
Später haben wir dann noch geholfen die Zelte abzubauen und konnten dann nach Hause.
So als Fazit würde ich sagen, dass es ein interessantes Wochenende war. Zum einen war ich noch nie auf einem Reitturnier und mal die Pferdewagen und so zu sehen war interessant. Und zum anderen haben ich noch gemerkt wo ich unbedingt etwas dran tun muss. Das wäre nämlich die Soziale Kompetenz. Wäre ich z.B. alleine bei den beiden besoffenen gewesen oder mit jemandem wie mir, dann wäre ich mit der Situation etwas überfordert gewesen. So war es interessant zu sehen wie die anderen das handhaben und ich war recht froh, dass ich einfach nur die Klamotten tragen konnte. Ist halt die Frage wie man so etwas lernen kann... Vermutlich am einfachsten durch praktische Tätigkeit mit Feedback. Also mal schauen, was die nächsten Dienste so ergeben.
Drei sonnige Tage
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